Tag 13 | 16.10.2020 – Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Bibeltext: Markus 4, 1-20

Es ist Herbst, die Natur zieht sich zurück, um sich zu erneuern. So wie wir uns aktuell in die Stille zurückziehen, um auf Gott zu hören und uns erneuern zu lassen.

Magst du den Herbst? Vielleicht denkst du wie ich an gemütliche Stunden auf dem Sofa, buntes Herbstlaub, Zwiebelkuchen und Federweißer. Zum Herbst gehört sehr offensichtlich auch das Absterben, die Kälte, Wind und Regen. Es wird kahler, die Dunkelheit nimmt zu. Ist es nicht spannend, dass die Erneuerung der Natur gerade dadurch vorbereitet wird?

Im Gleichnis, das ähnlich bei Matthäus und Lukas erzählt wird, spricht Jesus vom Wort Gottes, das reichlich ausgesät wird. Aber nur ein kleiner Anteil des Samens findet guten, aufnahmebereiten Boden und bringt schließlich Frucht.

Jesus nimmt sich viel Zeit zu erklären, was unser Wachstum behindert. Ich glaube, dass wir nicht pauschal Menschen mit dem einen oder dem anderen Boden sind – sondern dass unterschiedlicher Boden in uns ist: In manche Bereiche unseres Lebens dringt Gottes Wort (noch) nicht vor.

Deshalb fordert uns Jesus so eindringlich auf zu hören. Diese scheinbar ungemütlichen Tage sind eine große Einladung, unseren Boden bereit zu machen: Indem wir in der Bibel lesen, dem Heiligen Geist Zeit und Raum geben zu sprechen, indem wir aufspüren und bekennen, wo Gottes Wort ohne Frucht ist. Für das Aussäen der Saat, das Aufgehen und für die Frucht ist Gott zuständig. Zum Glück.

Beobachte heute einmal bewusst, wie der Herbst auf die Natur wirkt. Was kannst du davon für dich, dein geistliches Leben oder auch den Neuanfang unserer Kirche mitnehmen?

Bitte den Heiligen Geist dir zu zeigen, wo Gottes Wort in deinem Leben auf unfruchtbaren Boden fällt.