Rückblick Garage 01: Millennials am Arbeitsplatz

Gut 80 Leute waren bei der Garage 01 am 22. März bei Wunder Mobility in der Hafencity dabei. Millennials, auch Generation Y genannt, sind in den 80-er und 90-er Jahren geboren – und was sie am Arbeitsplatz umtreibt, beschäftigt Konsumforscher, Recruiter, Berater. Eine Generation, die das Glück sucht, hohe Ideale hat (Video) und der unter anderem zugeschrieben wird, faul, selbstsüchtig und illoyal zu sein. (Video)

Wir wollten in der Garage 01 genauer hinschauen: Was bewegt Millennials und was bewegen sie am Arbeitsplatz? 

Das Podium vereinte Leute unterschiedlicher Generationen und beruflicher Tätigkeitsfelder: Gunnar, Gründer von Wunder Mobility und Kathy, Personalerin in einem internationalen Chemiekonzern, Stefan, Geschäftsführer einer Kreativagentur und Katherine L. Alsdorf, die das Center for Faith & Work in New York gegründet hat, nachdem sie viele Jahre Führungspositionen in der Hightech-Branche inne hatte; kompetent und liebevoll moderiert von Marie-Lene, Gründerin von SofaConcerts 

Katherine gab in ihrer key note Anregungen, wie Wirkung erzielt werden kann, die Millennials so am Herzen liegt. Sie ermutigte, sich für Veränderung, die man sehen will, einzusetzen, hat aber auch klar aufgezeigt: Veränderung dauert lange und etwas Neues bedeutet auch Verlust. Veränderung kostet etwas – nicht umsonst kommt der Ursprung des Wortes Leidenschaft – passion – aus dem christlichen Kontext und bezieht sich auf das Kreuz Christi. Bei Veränderungen man muss sich darauf einstellen, mit Widerständen konfrontiert zu sein. Die Vision was besser werden soll, ist klar aufzuzeigen. Oft muss man auch Situationen aushalten und einen langen Atem haben. Hier können Millennials übrigens gut von älteren Generationen lernen.

Auf dem Podium wurde unter anderem diskutiert, welche Kultur für Millennials attraktiv ist, wie ein guter Umgang mit der Work Life Balance aussehen kann, was dran ist an den Zuschreibungen über Millennials am Arbeitsplatz und wie das Christsein den Arbeitsalltag prägt. Eine Liste aller Fragen aus dem Publikum findet sich hier.

Einige interessante Perspektiven gab´s zu den „typischen Themen“ der Millennials: 

  • Millennials haben die Chance, Veränderungen auch in großem Maßstab zu bewirken.
  • Als Führungskraft und besonders als Selbständige/r kann man seine eigenen Werte umsetzen und einpflanzen – das heißt, Verantwortung bringt auch Gestaltungsspielraum mit sich.
  • Manche Themen sind gar nicht die einer Generation sondern die einer Lebensphase. Auch frühere Generationen hatten z.B. den Drang nach Veränderung, die Suche nach Sinn.
  • Ruhe zu halten ist superwichtig, das christliche Gebot des Ruhetags bietet Orientierung.
  • Wenn jemand z.B. im Vorstellungsgespräch nach der work life balance fragt, sollte er / sie genau benennen können, was er / sie damit meint. Denn sie wird zwar gewollt, ist bei genauem Nachfragen aber wenig konkret.
  • Der christliche Glaube gibt auch im Arbeitsleben Sicherheit, Identität und man wagt es, Entscheidungen auf andere Weise – mutiger – zu treffen.
  • Man sollte sich gut überlegen, was man erreichen möchte und wo man sich bewirbt. Wenn man – im übertragenen Sinn – bei Bayern München spielen will, sollte man nicht zuerst nach der work life balance fragen. Intensive Arbeit ist für die meisten Menschen eine Phase, für die sie sich bewusst entscheiden, und die nur eine bestimmte Zeit anhält.  

Wir danken Wunder Mobility für eine großartige Location, RHO Kombucha für einen leckeren Millennial-Drink, Chris Erstfeld für tolle Fotos, fleißigen Helfern und einem tollen Publikum!

Wie geht´s weiter?? Hier ein paar Anregungen:

In einem FRAGEBOGEN kannst du testen, wie deine Sicht zu der anderer Millennials passt.

Die Garage will als experimentelles Format auch in Zukunft in unregelmäßigen Abständen Themen aus der Arbeitswelt beleuchten. Wünsche für Themen ? – dann schreib uns: wirkungskreis@hamburgprojekt.de

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Wer steht hinter der Garage?

Die Garage ist ein Format vom WIRKUNGSKREIS, der Teil vom Hamburgprojekt ist, einer jungen Kirche in der Hamburger Innenstadt. Wir lieben Arbeit und sind an dem interessiert, was Menschen an ihren Arbeitsplätzen bewegt. Wir tun das in der Überzeugung, dass der christliche Glaube spannende Perspektiven für die Arbeitswelt in der Großstadt bereithält.