Ein unglaubliches Geschenk – Wie Gott versorgt

Liebe Hamburgprojektler,

vielleicht erinnern sich noch einige an mich.

Letztes Jahr hab ich  Euch an dieser Stelle erzählt, dass ich aus meiner Wohnung ausziehen musste, da meine letzten beiden Kinder nach der Schule auch auszogen und ich die Wohnung nicht halten konnte.

Dank Eurer grosszügigen Unterstützung konnte ich den Umzug bewältigen. Es war für mich ein unglaubliches Geschenk.Jetzt leb ich seit einem guten Jahr in einer kleinen Stadt  in Oberschwaben, eine Ecke, die ich mir wohl nie normalerweise ausgesucht hätte.

Es war ausgesprochen spannend wie ich hierher gekommen bin. Bis 1,5 Wochen vor Auszug hatte ich noch keine Zusage für meine Arbeits-stelle/Wohnung und Plan B gab es nicht, da ich durch eine Erwerbsunfähigkeitsrente extrem schwierige Arbeitskonditionen hab. Ich möchte Euch ein bisschen an dem Wunder teilhaben lassen, wie sich seit dem alles entwickelt hat, woran Ihr gossen Anteil habt.

Ich selber bin in einer tollen kleinen geistlichen, suchenden Gemeinschaft gelandet, die in der Gegend verstreut lebt und arbeitet. Dazu gehören Katholiken, „ Evangelen“ , Freikirchler… Grundlage ist die franziskanische Spiritualität…. wem das nichts sagt, dem sagt vielleicht Richard Rohr was? Jedensfalls sehr weit, suchend, tief, offen, nicht alles erklärend wollend und erst recht nicht könnend.

Ich selbst hab zwar ein teure aber sehr schöne, kleine Wohnung, bei gutem Wetter mit Blick auf die Alpen. Die Gegend ist wunderschön, den Dialekt versteh ich aber muss oft in mich hineinkichern 😉

Doch das Beste ist der Weg meiner Kinder:

der erste kam zur gleichen Zeit nach Friedrichsahfen an den Bodensee und studiert da.  Und der zweite kam Knall auf Fall von Hamburg nach Tübingen, weil er sehr überraschend einen Medizinstudienplatz bekommen hat, obwohl es lange völlig aussichtslos war. Dann ist seine Frau nachgezogen und sie haben eine tolle, erschwingliche Wohnung in einem alten Bauernhof gefunden, was hier ein riesiges Wunder ist.

Sie bekam eine Studienplatzabsage, weil das Studium in Hamburg nicht die Vorraussetzungen erfüllte….. bis ganz kurz vor Semesterbeginn… und dann kam eine Zusage… Wieder ein Wunder.

Wir alle liegen in sehr erreichbarer Nähe. Wer hätte das gedacht??? Und freuen uns total.

Zuletzt meine Tochter. Sie kam nach einem sozialen Jahr aus dem Amazonas zurück und hatte sich in Berlin für einen Studienplatz beworben. Nach ihrer Ankunft bekam sie eine Absage und wir überlegten einen Plan B………… bis ein paar Wochen vor Studienbeginn die Zusage kam… Warum und wieso weiss keiner. Auch sie fand erstaunlich schnell ein Zimmer.

Es gibt keine „Moral dieser Geschichte“ aber es gibt einen unglaublich fürsorglichen Gott, der mir/ uns nach 10 sehr, sehr schweren Jahren wieder einen Frühling geschenkt hat.

Mein Weg ist  auch jetzt nicht ohne schwere Strecken. Es sagte mal jemand: Wenn wir aufbrechen, bricht Gott uns auch oft auf…. Aber ich bin ihm so dankbar dass er das tut, denn ich erlebe ihn gerade dann sehr tief und intensiv. Er ist ein wunderbarer Tänzer auch wenn ich ihm dauernd auf die Füsse trete. Er führt sicher……. zu seinem Herzen.

Herzlichen Dank Euch allen, die all das möglich gemacht haben.

Eure M.W.