Begegnungen mit Jesus – Tag 40

04.04.2021

Johannes 21,1-25

 

Einige der Jünger waren wieder in ihre Heimat in Galiläa zurück gekehrt. Wir wissen aus anderen Evangelien, dass Jesus versprochen hatte, ihnen nach Galiläa vorauszugehen und ihnen dort zu begegnen. Aber gleichzeitig wirken die Jünger nicht wie eine Gruppe, die mit einer großen Dringlichkeit und voller Begeisterung der Welt von Jesus erzählen möchte. Wie ihre erste Reaktion auf Jesus am Ufer zeigt, glauben sie zwar schon an seine Auferstehung, aber sind doch noch sehr zögerlich und unsicher.

 

Jesus begegnet ihnen am See Genezareth zum dritten Mal nach seiner Auferstehung. Nach einer anstrengenden und erfolglosen Nacht auf dem See verhilft er ihnen zu einem enormen Fang. Selbst nach seiner Auferstehung sehen wir wieder den dienenden Jesus. Nach der harten Nacht stärkt er seine Jünger mit einem warmen Frühstück am Ufer. Er ist und bleibt unser dienender König.

 

Als Petrus erkennt, dass Jesus am Ufer steht, wirft er sich ins Wasser, um so schnell wie möglich am Ufer zu sein. Und dort kommt es zu einer lebensverändernden Begegnung für ihn. Jesus wartet auf ihn an einem Kohlenfeuer. An einem Kohlenfeuer hatte Petrus Jesus dreimal verleugnet und nun fragt Jesus ihn an einem Kohlenfeuer dreimal, ob er ihn liebt. Petrus ist deshalb aufgewühlt und traurig. Er sagt: „Jesus, du weißt, dass ich dich liebe – trotz all dem, was war. Ich liebe dich.“ Und was tut Jesus? Voller Vergebung setzt er ihn neu ein und gibt ihm eine wichtige Aufgabe in dieser jungen Bewegung der Christen. Er tut das vor den Augen der anderen Jünger. Petrus ist trotz seines Versagens komplett rehabilitiert, vollkommen angenommen und neu gesandt, sich um die Menschen zu kümmern, die Jesus nachfolgen.

 

Diese Begegnung hat Petrus komplett verändert. Vom ängstlichen Petrus am Kohle-feuer im Innenhof des hohepriesterlichen Palasts zu Petrus, der schließlich sein Leben für Jesus geben wird. Denn Petrus hatte ganz persönlich erlebt: Hier ist ein Gott, der mich trotz all meines Versagens und Scheiterns neu annimmt. Hier ist ein Gott, der mir vergibt und neu mit mir anfängt. Hier ist ein Gott, der sich für mich hat kreuzigen lassen, obwohl ich ihn verleugnet und verraten hatte. Die Erfahrung dieser Liebe und Gnade hat Petrus komplett verändert und zu einem Mann gemacht, der dafür lebte, anderen von Jesus zu erzählen. 

 

Reflexion und Gebet

Was Petrus mit Jesus erlebt hat, ist auch für uns wahr. Wenn wir in unserer heutigen, säkularen Welt immer wieder darin gescheitert sind, offen zu unserem Glauben zu stehen, nimmt Jesus auch uns neu an und sendet uns in diese Welt. Er umarmt uns mit all unserem Scheitern und Versagen. Er vergibt uns und fängt neu mit uns an. Wie bei Petrus wird die Erfahrung dieser Gnade zu unserem Antrieb, anderen von dem zu erzählen, was wir bei Jesus gefunden haben. Bete heute morgen dafür, dass du seine Gnade noch tiefer verstehst und sie dein Antrieb wird, deinen Glauben mit anderen zu teilen.

Was nimmst du mit aus diesen 40 Tagen? Was ist dir über Jesus wichtig geworden? Nimm dir heute die Zeit, um das aufzuschreiben und festzuhalten.