Begegnungen mit Jesus – Tag 36

31.03.2021

Johannes 19,16b-30

 

Als Jesus auf Golgata am Kreuz stirbt, ist das der Höhepunkt all dessen, was im Johannesevangelium über ihn steht.

 

Der von sich gesagt hatte „Ich bin das Licht der Welt“, stirbt am Kreuz in Dunkelheit. 

Der versprochen hatte, als Wasser des Lebens unseren tiefsten Durst zu stillen, dürstet es am Kreuz. 

Das Brot des Lebens wird gebrochen. 

Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. 

Der wahre Freund stirbt für seine Freunde. 

Der König wird aus seiner Stadt hinausgeworfen und stirbt außerhalb der Stadtmauern. 

Der das wahre Leben bringt, wird vom Tod umfangen. 

Der voller Liebe war, wird voll Hass gekreuzigt. 

Der ewige ICH BIN, der diese Schöpfung begonnen hatte, sagt: „Es ist vollbracht.“

Für uns.

Damit wir nichts mehr vollbringen müssen, um Gott nah zu sein. 

Damit wir Gottes Liebe erleben, die nicht nach unserer Performance oder unserem Erscheinungsbild fragt und uns doch durch und durch annimmt. 

Damit wir in seinem Tod das ewige Leben finden und eine Hoffnung über den Tod hinaus. 

Damit wir Teil seines Reiches werden können.

Damit wir ihn unseren Freund nennen können. 

Damit wir von ihm in die Sicherheit des Stalls und in das gut versorgte Leben auf der frischen Weide geführt werden können. 

Damit wir ein Leben finden, das all unseren tiefen, nie enden wollenden Hunger und Durst stillt.

Und damit in der Dunkelheit unseres Herzens ein Licht scheint und uns die Liebe unseres himmlischen Vaters zeigt.

 

 

Reflexion und Gebet

Lasst uns Jesus voller Staunen danken für sein Kreuz und für seinen Tod, der uns Leben schenkt. Betet mit euren eigenen Worten oder benutzt die Worte des Kirchenlieds „Herzliebster Jesu“, um über das Kreuz nachzudenken.

 

Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen,

Dass man ein solch scharf Urteil hat gesprochen?

Was ist die Schuld, in was für Missetaten

bist du geraten?

Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, 

ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, 

du wirst mit Essig und mit Gall getränket, 

ans Kreuz gehenket.

Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? 

Ach, meine Sünden haben dich geschlagen;

ich, mein Herr Jesu, habe dies verschuldet,

was du erduldet.

Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! 

Der gute Hirte leidet für die Schafe,

die Schuld bezahlt der Herr, der Gerechte, 

für seine Knechte.