Begegnungen mit Jesus – Tag 31

26.03.2021

Johannes 16,16-33

Jesus schließt seine Abschiedsreden mit dem Versprechen, dass seine Jünger schon bald große Freude erleben werden. Zweimal spricht er hier von einer „kurzen Zeit“. Seine Jünger verwirrt das total. In einer kurzen Zeit werden sie ihn nicht mehr sehen, aber eine kurze Zeit später werden sie ihn wieder sehen und mit Freude erfüllt sein? Was will Jesus damit sagen?

Jesus spricht über die Zeit seines Todes und seiner Auferstehung. Von Freitag-nachmittag bis Sonntagmorgen werden die Jünger von tiefster Traurigkeit erfüllt sein. Aber ihre Traurigkeit wird in eine unbeschreibliche Freude verwandelt werden, wenn sie vor dem leeren Grab stehen und langsam begreifen, was geschehen ist. Wie auf die Schmerzen einer Geburt die Freude über das neue Leben folgt, so werden die Jünger durch Traurigkeit zur Freude geführt werden. Durch die Niederlage des Kreuzes kommt der Sieg Jesu in die Welt. Durch seinen Tod bringt er neues Leben. Und die Freude darüber wird den Jüngern niemand mehr nehmen können.

Ganz am Ende seiner Abschiedsrede erklärt Jesus den Jüngern, dass sie trotz der Freude der Auferstehung in dieser Welt noch Feindschaft und Ablehnung erfahren werden. Das hatte er ihnen auch schon früher gesagt. Die Welt wird sie weiter angreifen, aber der alles entscheidende Sieg wurde am Kreuz schon gewonnen. Deshalb können sie selbst in Zeiten der Bedrängnis diese Freude und den Frieden von Jesus erfahren. Wie kann das geschehen? Indem sie durch das Gebet die enge Verbindung zu Gott, dem Vater halten, zu dem Jesus gehen wird. Egal, was auf sie wartet, Gott wird ihre Gebete hören und beantworten, weil er sie liebt.

 

Reflexion und Gebet

Die Entwicklung von Trauer zur Freude werden auch wir erfahren. Obwohl wir die Freude über das Evangelium und die Auferstehung schon haben, wartet auf uns noch eine größere Freude, wenn wir eines Tages direkt bei Gott sein werden. Auch wir werden wie die Jünger hier noch bedrängt, erfahren Trauer und Leid. Aber wir schauen nach vorne auf die Freude, die uns erwartet. Lasst uns durch unser Gebet wie die Jünger eine enge Beziehung mit unserem himmlischen Vater leben, damit wir auch jetzt schon die Freude über das Evangelium und den Frieden von Jesus erfahren.