Begegnungen mit Jesus – Tag 29

24.03.2021

Johannes 15,18 - 16,4

Jesus bereitet die Jünger auf die Zeit seiner Abwesenheit vor. Er hat ihnen bereits versprochen, dass er sie nicht allein lassen, sondern ihnen einen Helfer schicken wird. Er hat sie aufgefordert, in seiner Liebe zu bleiben und in Abhängigkeit von ihm zu leben. Aber auf eine weitere Sache möchte er sie auch vorbereiten: auf die Ablehnung der Welt.

Durch das gesamte Evangelium hindurch haben wir immer wieder gesehen, wie die Reaktionen der Menschen auf Jesus auseinander gingen. Manche glaubten ihm voller Freude und fanden bei ihm das Leben, nach dem sie sich gesehnt hatten. Andere waren voller Skepsis und begegneten ihm feindlich. Sie hatten ihn beschimpft, bedroht, verspottet und mehrmals versucht, ihn zu steinigen. Wie Johannes es uns im ersten Kapitel geschildert hatte: Jesus kam in die Welt, die er geschaffen hatte, aber diese Welt wollte ihn nicht. Er kam als das Licht, aber die Menschen wollten lieben in ihrer Dunkelheit bleiben. Die Reaktionen, die Jesus bei den Menschen ausgelöst hatte, werden auch seine Jünger erfahren. Sie werden verspottet, verfolgt, aus der jüdischen Gemeinschaft ausgeschlossen und sogar getötet werden. Jesus erklärt ihnen, woher diese Feindschaft kommt: Dadurch dass sie nun zu ihm gehören, gehören sie nicht mehr zur Welt. Und in einer Welt, die sich gegen Gott, ihren wahren König, aufgelehnt hat, werden all jene, die sich dem wahren König zuwenden, kritisch und voller Ablehnung betrachtet.

Jesus bereitet seine Jünger auf diese Ablehnung vor, weil er sie liebt und er sie bewahren möchte. Er zeigt ihnen dabei, dass die größte Gefahr nicht etwa der Tod ist, sondern dass sie sich von ihm abwenden, weil der Druck zu groß wird. Deshalb bereitet er sie darauf vor. Wenn es so weit kommt, werden sie sich an seine Worte erinnern und in ihrem Glauben bestärkt werden. Denn sie werden wissen: Er hat all das vorausgesagt und sie weder aus seinem Blick verloren, noch die Kontrolle über die Situation abgegeben. Nein, sondern er, der am Kreuz für sie gelitten hat, wird auch mitten in ihrem Leiden bei ihnen sein.

 

Reflexion und Gebet

Welche Widerstände erlebst du aufgrund deines Glaubens? Bist du schon ausgelacht, benachteiligt oder verachtet worden, weil du Christ bist? In Jesu Worten kannst du Mut finden. Du bist nicht allein. Es ist Christen zu allen Zeiten so ergangen. Aber Jesus hat versprochen, dass er selbst in diesen schwierigen Momenten bei dir sein wird. Erzähle ihm im Gebet von allen Situationen und bitte ihn, dir Kraft zu geben.