Begegnungen mit Jesus – Tag 19

14.03.2021

 

Johannes 10,1 - 21

Jesus verwendet die Bilder eines Hirten, einer Schafherde und eines Schafstalls um zu erklären, wer er ist. Der Hirte stand zur damaligen Zeit in Israel für die geistlichen Leiter des Volkes. Jesus unterscheidet zwischen schlechten Hirten und ihm, dem wahren guten Hirten. Die Pharisäer und geistlichen Führer waren – wie ihr Umgang mit dem blinden Mann deutlich gezeigt hatte – schlechte Hirten. Sie zeigten weder Liebe noch Interesse an den Menschen. Sie waren nur darauf bedacht, die Regeln und Gebote penibel einzuhalten.

Dagegen ist Jesus der gute Hirte. Er kennt jedes Schaf in seiner Herde beim Namen und ruft es persönlich zu sich. Er ruft auch uns und wenn wir auf seinen Ruf antworten, dann wird er uns führen. Mit der Aussage, dass er auch die Tür zu den Schafen – also die Tür des Stalls ist – meint er folgendes: Durch ihn gelangen wir zum einen in die Sicherheit des Stalls, das heißt in die Beziehung mit Gott unserem Vater, der uns ein neues Zuhause gibt. Und zum anderen gelangen wir durch ihn auch auf die saftige Weide. Er versorgt uns täglich und gibt uns ein Leben in Fülle. Von diesem Leben spricht Johannes in seinem Evangelium immer wieder mit verschiedenen Bildern. Es ist das Leben, in dem unser Durst und unser Hunger gestillt werden, das ewig bleibt und von der Liebe des Vaters erfüllt ist.

All das gibt uns der gute Hirte. Dass er wirklich gut zu uns ist, zeigt sich darin, dass er sein Leben für seine Schafe gibt. Am Kreuz hat er sich der größten Bedrohung gestellt und den Tod – die Strafe für unseren Bruch mit Gott – auf sich genommen. Er hat sein Leben aufgegeben, um uns beides zu schenken: das Leben in der Sicherheit des Stalls die beste Versorgung auf der Weide.

 

Reflexion und Gebet

Lasst uns in diesen Tag gehen mit dem Bewusstsein, dass wir einen guten Hirten haben, der uns persönlich kennt und uns auch heute führen wird. Bei ihm sind wir geborgen. Vielleicht könnt ihr den Tag mit dem Anfang von Psalm 23 beginnen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Denkt über diesen Satz im Gebet nach und kommt auch während des Tages immer wieder zu diesem Satz zurück, um euch daran zu erinnern, wie gut Jesus zu euch ist.