Begegnungen mit Jesus – Tag 14

09.03.2021

Johannes 7,1-36

Da die Ablehnung der führenden Männer in Jerusalem Jesus gegenüber immer weiter wächst, entscheidet er sich, heimlich zu dem Fest zu gehen. Das Laubhüttenfest erinnerte das Volk an die Befreiung Israels aus Ägypten. Jesus begibt sich heimlich nach Jerusalem und kommt in eine Stadt, in der viel über ihn diskutiert und nach-gedacht wird. Es kursieren verschiedene Meinungen über ihn, die aus Furcht vor den religiösen Autoritäten allerdings nicht öffentlich geäußert werden.

Im Text begegnen uns fünf verschiedene Meinungen zu Jesus. 1) Seine leiblichen Brüder glauben noch nicht, dass er der Sohn Gottes ist. Sie denken, dass Jesus ein religiöser Führer sein möchte und schlagen ihm deshalb vor, während des Festes, das von Tausenden besucht wird, öffentlich wirksam zu werden und Leute um sich zu scharen. 2) Manche Leute halten ihn für einen guten Menschen, andere denken 3), dass er das Volk in die Irre führt. Weil Jesus sagt, dass sie ihn töten wollen, denken manche 4), dass er von bösen Mächten besessen ist. Und wieder andere kommen aufgrund seiner Lehre und seiner Wunder zu dem Schluss 5), dass er tatsächlich der ist, der er behauptet zu sein: der Messias, Gottes langerwarteter Retter.

Inmitten all dieser Meinungen über ihn gibt uns Jesus einen Hinweis, wie wir erkennen können, wer er wirklich ist. Er sagt in Vers 17: „Wer bereit ist, Gottes Willen zu tun, wird erkennen, ob das, was ich sage, wirklich von Gott ist.“ Er fordert uns heraus, indem er sagt: Die Wahrheit über mich lässt sich nicht einfach nur von außen rational bewerten und erkennen. Man versteht sie nur, wenn man anfängt, sich darauf einzulassen. Wenn man den Schritt des Glaubens wagt und anfängt, sein Leben an Gott auszurichten. Wir werden ihn nicht kennenlernen, wenn wir am Rand stehen bleiben und ihn „von außen“ betrachten, sondern wenn wir uns „hinein“ geben und anfangen, ihm zu vertrauen.

Reflexion und Gebet

Wir beschäftigen uns in diesen 40 Tagen immer wieder mit der Frage, die Johannes mit seinem Evangelium beantworten will: Wer ist Jesus für dich? Egal ob du dich neu mit Glauben beschäftigst oder schon lange Christ bist, wir können diese Frage nicht oft genug stellen. Wer ist Jesus für dich? Nimm dir heute die Zeit, um deine Antwort auf diese Frage aufzuschreiben und deine Gedanken über ihn dadurch zu ordnen. Lasst uns Gott im Gebet darum bitten, dass wir Jesus mehr und mehr so sehen, so wie er wirklich ist.