Kirche für die Stadt

Mission

Wir sind hier, um die Stadt Hamburg geistlich, sozial und kulturell zu gestalten.

Geistlich

Kirche, Gott und das Evangelium von Jesus Christus. Was hat das heute in Hamburg mit uns zu tun?

Kulturell

Arbeit, Arbeit, Arbeit. Dann noch Konzerte, Filme, Theater und Kunst. Was hat das mit dem Glauben zu tun?

Sozial

Wir lieben unsere Stadt und wollen mithelfen, sie zu einem schöneren und gerechteren Ort zu machen.

Schon am Anfang viele Fragen
NesAmmim

Schon am Anfang viele Fragen

Akko

Unser erster Tag in Israel!! Gut ausgeschlafen kamen wir zur Morgenandacht im Frühstücksraum zusammen. Matze schickte uns mit zwei großen Fragen in den Tag und in die kommenden Tage: Wer ist Jesus für mich gerade? Wie wünsche ich mir, daß er mir in diesen Tagen hier begegnet? Food for thought..

Am Morgen haben wir uns unsere drei Autos geholt - nun könnte es mobil losgehen! Eine Gruppe fuhr nach Akko, eine schöne mittelalterliche arabische Hafenstadt und hatte die erste Begegnung mit Basar, frischem O-Saft und einer Hochzeit (siehe auch: Dem Hummus auf der Spur). Die Chill-Fraktion zog es zum Strand, der nur wenige Meter vom Hotel lag und die Begegnung mit dem wohl hier typischen Wüstenwind mit sich brachte. Am Nachmittag gab es inhaltliches Programm, wir bekamen den historischen Kontext der Bibel für unsere Reise im exzellent aufbereiteten Schnelldurchlauf! So wurde auch nochmal klar, dass die 5 Bücher Mose z.B. Grundlage von Judentum, Islam und Christentum sind. Da bekommt es eine ganz andere Perspektive, wenn man hier an vielen Stellen immer wieder die Vertreter dieser Religionen sieht...

Das sollte auch das Thema unseres ersten Besuches sein. Wir fuhren nach Nes Ammim, einem Kibuz in der Nähe, das in den sechziger Jahren von einigen Leuten, u.a. einem Schweizer Arzt, gegründet wurde. Geld dafür kam von Juden und Christen aus Europa und den USA aber auch von lokalen Unterstützern aus Naharyia, das damals sehr deutsch geprägt war. Das Ziel der Arbeit war von Anfang an der Dialog zwischen Menschen und Religionen, ohne missionieren zu wollen. Nirgendwo in der Anlage gibt es ein Kreuz, um nicht zu "bevormunden". Freiwillige, Junge wie Ältere, aus Deutschland, Holland, in den letzten Jahren zunehmend aus Osteuropa bleiben einige Wochen oder Jahre, derzeit leben ca. 40 Freiwillige da. Anfangs war es ein landwirtschaftlicher Betrieb, der Erträge brachte, vor allem die Blumenzucht, bis der Export Anfang der 2000-er zusammenbrach. Heute lebt der Kibuz von einem Hotelbetrieb und von Spenden. Rainer, der Studiengangsleiter, kam vor 3 Jahren nach Nes Ammim, und für ihn erfüllte sich damit ein Jugendtraum. Er erzählte uns lebendig über die spannende Geschichte und die aktuelle Arbeit. Ganz unterschiedliche Gruppen kommen dahin, Juden, Muslime, Christen, spirituell Interessierte... Sie haben die Möglichkeit, einander zu begegnen, ihre Sichten auszutauschen oder einfach nur in ihren Gruppen gemeinsame Zeit zu verbringen. Der Gebetsraum ist für alle offen, will bewusst interreligiös sein. Ein bisschen schien die Zeit still zu stehen in Nes Ammim, eine Insel, der allerdings spannende Zeiten bevorstehen. Man plant, den Kibuz um eine Siedlung zu erweitern, für jüdische und palästinensische Familien, Immobilienmakler ein bisschen aus der finanziellen Not heraus aber ebbe auch dem Ansinnen, Dialog zu fördern und zu leben. Auch zur aktuellen Lage in Israel, dem Konflikt mit den Palästinensern, der Siedlungspolitik und anderen "heißen" Themen bezog er differenziert Stellung und gab uns guten Input. Sein Plädoyer an uns: lasst es zu, dass eure Bilder im Kopf zerbrochen werden und ihr mit mehr Fragen heimfahrt, als ihr hergekommen seid.

Eure Anke