Kirche für die Stadt

Mission

Wir sind hier, um die Stadt Hamburg geistlich, sozial und kulturell zu gestalten.

Geistlich

Kirche, Gott und das Evangelium von Jesus Christus. Was hat das heute in Hamburg mit uns zu tun?

Kulturell

Arbeit, Arbeit, Arbeit. Dann noch Konzerte, Filme, Theater und Kunst. Was hat das mit dem Glauben zu tun?

Sozial

Wir lieben unsere Stadt und wollen mithelfen, sie zu einem schöneren und gerechteren Ort zu machen.

EINBLICK HHLA

EINBLICK HHLA

Einstand mit Besichtigung des Container Terminal Altenwerder

 

Hamburg ohne Hafen ist wie Ebbe ohne Flut.

Und der Hafen sieht nicht nur schön aus, wenn man vom Elbstrand aus auf die Kräne-Skyline schaut. Er ist zu einem guten Stück auch der Grundstein der Hansestadt Hamburg.

Mit welchem Unternehmen könnte man also besser in eine Veranstaltungsreihe über nennenswerte Hamburger Unternehmen starten, als mit der Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft, kurz HHLA? Diese steht mit über 80% des Warenumschlags wie kein zweites Unternehmen für den Hafen Hamburgs.

 

Der Besuch bei der HHLA war der Auftakt der Veranstaltungsreihe „Wirkungskreis EINBLICKE“, die in Zukunft regelmäßig Einblicke hinter die Kulissen von Hamburger Unternehmen organisiert. Dabei liegt der Fokus auf Unternehmen mit einer besonderen Bedeutung für die Stadt und seine Bürger.

Das erste Ziel nun also: das Containerterminal Altenwerder (CTA). Mit seinen vollautomatischen Lagerkränen und autonom fahrenden Containerfahrzeugen galt dieses Terminal lange Jahre als das modernste der Welt. Erst vor kurzem hat der ewige Rivale Rotterdam nachgezogen und sich mit einem vergleichbaren System an die Spitze gesetzt. Laut der HHLA steht einer weiteren Automatisierung aber eher der sicherheitsbedachte Gesetzgeber auf der Bremse, sonst hätte man in Hamburg wahrscheinlich längst wieder zum Überholen angesetzt.

 

In einem voll besetzten Bus geht es für die 40 Veranstaltungsteilnehmer auf dem Weg zum CTA über die Köhlbrandbrücke, wo der Ausblick über Stadt und Hafen mit einem phänomenalen Ausblick auf besondere Weise in die Besichtigung einstimmt.

Während der Fahrt bleibt außerdem etwas Zeit, auch mal mit den Sitznachbarn ins Gespräch zu kommen. Da ist von Ingenieuren über Marketing bis hin zu Start-Up-Gründerinnen eine bunte Mischung der Hamburger Arbeitswelt vertreten.

 

Am Terminal angekommen beginnt im Hauptgebäude die Tour mit einer Erläuterung der Arbeitsabläufe an einem großen Modell des Terminals. Uwe Köhler, der bei der HHLA im Team Unternehmenskommunikation arbeitet, weiß routiniert die richtigen Kennzahlen fallen zu lassen, um die Truppe in Respekt und Staunen zu versetzen. 

Unter anderem wurde deutlich, dass Hamburg ein bedeutender Logistik-Hub für Osteuropa ist. Ein großer Teil der Container wird direkt auf ein beeindruckend leistungsstarkes Bahnsystem verladen und gelangt so kosteneffizient ins europäische Hinterland. Und Hamburger Autofahrer danken unwissentlich für die tausenden eingesparten LKW auf den Straßen.

Mit der zusammenfassenden Erkenntnis, dass die HHLA nicht nur ein wichtiger und engagierter Arbeitgeber der Region ist, sondern ein großer Teil unserer alltäglichen Gebrauchsgegenstände irgendwann durch ihre Hände gegangen ist, geht es wieder in den Tour-Bus für die große Rundfahrt übers Gelände.

 

Die Sonne ist bereits untergegangen, doch im Hafen gehen die Lichter niemals aus und es herrscht weiterhin Hochbetrieb. Dabei fällt allerdings auf, dass große Bereichen des Terminals unbeleuchtet sind. Das jedoch nicht, weil dort nicht gearbeitet würde, sondern, weil sich die hier autonom Container transportierenden AGVs (Automated Guided Vehicles) und Kräne mit ihrer modernen Leittechnik auch im Dunkeln problemlos orientieren. Unter anderem dadurch trägt die Automatisierung auch zur guten Ökobilanz der HHLA bei.

24/7 läuft dieses System bereits ohne nennenswerte Unterbrechungen seit über 15 Jahren!

 

Vorbei an großen Schiffen und mitten durch die Containerbrücken geht die Fahrt rund um den großen Platz, auf dem die Container zwischengelagert sind.

Durch gleichsam locker unterhaltsame wie ebenso faktenreich gewissenhaft vermittelte Erklärungen zeigt uns Herr Köhler auf, dass der Hafen und damit auch die HHLA nicht nur ein wesentlicher Faktor der Hamburger Wirtschaft ist, sondern dass sie sich auch als große Familie versteht.

 

Zum Abschluss geben die Teilnehmer des ersten EINBLICKS den Organisatoren begeistertes Feedback für Organisation, Verpflegung und v.a. für die Idee. Der Abend war nicht nur für mich und meine Neugierde eine besondere Gelegenheit, diese faszinierende Seite von Hamburg kennenzulernen. Es zeigte sich auch, wie die Veranstaltung eine schöne Gelegenheit für das besuchte Unternehmen ist, sich einmal hinter die Kulissen blicken zu lassen. So nehme ich nicht nur interessante Gespräche und neue Kontakte von dem runden Abend mit, sondern die HHLA hat wahrscheinlich nicht nur in mir einen neuen kleinen Botschafter für ihre Dienste an und für Hamburg und seine Bürger gewonnen.

 

Tim Schneider